Wahl 2020

KR Michael Leitner, Spitzenkandidat der SPÖ Bäuerinnen und Bauern

Geschätzte Salzburger Bauernfamilien,

am 16. Februar bestimmt ihr mit eurer Stimmabgabe die nächste Bauernvertretung in unserem Bundesland. Die Salzburger Landwirtschaft ist in besonderem Maße durch eure Familienbetriebe geprägt. Für eure unermüdlichen Tätigkeiten und Leistungen genießt ihr in der Bevölkerung Ansehen und Wertschätzung. Dafür möchten auch wir Danke sagen.

Dem gegenüber steht jedoch eine industrielle Landwirtschaft, die mit hohem Fremdstoffeinsatz produziert und keine ökosozialen Ziele verfolgt. Kein Wunder also, dass sie ihre Daseinsberechtigung in der Bevölkerung immer öfters erklären muss. Durch die Großkonzerne ist unsere Landwirtschaft zusehends fremdbestimmt – das Geld kommt nicht mehr bei uns an, denn der Großteil der Wertschöpfung wird dort kassiert. Das ist nicht länger hinzunehmen.

Die Preise für Milch, Fleisch oder Getreide sind nach dem EU-Beitritt gesunken. Seit 2005 geht es zwar wieder leicht bergauf, doch Preisschwankungen sorgen nur allzu oft für ein Minus bei unseren Einkommen. Oberstes Ziel muss es daher sein, wieder gerechte Produktpreise zu bekommen. Mit landwirtschaftlicher Arbeit Geld zum Leben zu verdienen, darf nicht länger als Ausnahmezustand gelten. Stattdessen brauchen wir höhere Einkommen, um in eine sichere Zukunft blicken und unsere Höfe enkeltauglich halten zu können.

Auch die möglichen Kürzungen der EU-Agrarmittel lehnen wir strikt ab. Denn man kann von der Landwirtschaft nicht ständig mehr für weniger Geld fordern. Stattdessen müssen unsere LandwirtInnen besser als bislang unterstützt werden. Hier kämpfen wir für unsere bäuerlichen Familienbetriebe – diese sollen für ihre ersten 20 Hektar jeweils 150 Euro/ha mehr an Ausgleichszahlungen erhalten.

Solange die EU jedoch an der Flächenbindung festhält, wird der Strukturwandel in der Landwirtschaft weitergehen. EU-weit hat zwischen 2003 und 2013 bereits mehr als ein Viertel aller landwirtschaftlichen Betriebe aufgegeben, die Zahl der Großbetriebe wächst hingegen unaufhaltsam weiter. Dabei leisten bäuerliche Familienbetriebe einen unbezahlbaren Beitrag für die Lebensqualität im ländlichen Raum – etwa mit der Pflege der Kulturlandschaft und dem damit verbundenen Schutz vor Naturgefahren.

Doch ländliche Gebiete, vor allem jene die von wirtschaftlichen Zentren weit(er) entfernt liegen, sind in den letzten Jahren zunehmend unter Druck geraten und haben oftmals mit Problemen wie Abwanderung oder fehlender Infrastruktur zu kämpfen. Auch hier gilt es entschieden dagegenzuhalten. Von unserer Seite gibt es ein klares Bekenntnis zum ländlichen Raum. Gemeinsam sind wir in der Verantwortung, unseren Lebensraum attraktiv und lebenswert für uns und die kommenden Generationen zu halten.


>> Hier steht unser Wahlkampf-Flyer zum Downloaden bereit.


Wir alle kennen die Probleme, die uns seit Jahren das Leben schwer machen und einige bereits zum Aufgeben gezwungen haben. Schauen wir nicht mehr länger zu, sondern setzen wir die richtigen Schritte für eine sichere und gute Zukunft.

Euer Michael Leitner