Zehentner: Untaugliches Wolfsmanagement in Salzburg

Dieses Thema hat uns im Jahr 2019 auf vielfältige Art und Weise beschäftigt. Dabei handelt es sich derzeit nur um wandernde, einzelne Tiere, die unsere Wälder und Almregionen durchstreifen. Allerdings werden die Wolfsübergriffe von Jahr zu Jahr mehr. BefürworterInnen dieser Situation glauben, dass vier bis sechs Populationen in Salzburgs Almregionen durchaus vertretbar sind und auch angestrebt werden sollen.

Aus unseren Nachbarländern wissen wir jedoch, dass eine Weidehaltung so nicht möglich ist. Zu sehen etwa in Deutschland, Frankreich, der Schweiz oder in Italien: Dort gab und gibt es viele Versuche, ein Miteinander zu gestalten – sie sind letztendlich aber alle gescheitert.

In Salzburg wurde im Frühjahr 2019 ein Wolfsmanagementplan erarbeitet. Wie sich letzten Sommer im Großarltal aber herausstelle, war dieser Plan das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt wurde. Er diente lediglich als Beruhigung für uns und weckte Hoffnungen bei den BefürworterInnen, dass es doch eine Möglichkeit gäbe, ein Nebeneinander von Weidewirtschaft und Wölfen zu vereinbaren.

Was ist aus unserer Sicht daher notwendig?

  • Der Wolf gehört EU-weit nicht mehr in die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie). Der Bestand ist innerhalb der Europäischen Union auf über 20.000 Tiere angewachsen und gilt somit nicht mehr vom Aussterben bedroht.
  • Wir fordern daher die Salzburger Landesregierung sowie die österreichische Bundesregierung auf, der Verlängerung der FFH-Richtlinie nicht zuzustimmen. Diese muss bekanntlich von allen 28 UmweltministernInnen einstimmig verlängert oder abgeändert werden.
  • So kann der Wolf ins Jagdgesetz aufgenommen werden. Es ergeben sich dadurch Schon- und Schusszeitregelungen sowie eine legale Handhabung.

VBgm. Robert Zehentner
Landesvorsitzender der SPÖ Bäuerinnen und Bauern